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Ein- und zweiteilige Leichtmetallräder
Einteilige Leichtmetallräder werden vornehmlich im Niederdruck-Gießverfahren mit anschließender mechanischer Bearbeitung hergestellt. Aufgrund des relativ porösen Gußgefüges und um eine genügend hohe Festigkeit zu erreichen, können bestimmte Endwanddicken nicht unterschritten werden.
Daher haben gegossene Leichtmetallräder gegenüber den üblichen Stahlblechrädern kaum Gewichtsvorteile. War das Styling der Leichtmetallräder in der Vergangenheit ausschlaggebend, gewinnt heute die Gewichtseinsparung zunehmend an Bedeutung. Mit dem Einsatz der Leifeld-Drückwalztechnologie bei der Herstellung von Leichtmetall-Gußrädern wird dies seit einigen Jahren erfolgreich realisiert. Neueste Entwicklungen mit dem Ziel weiterer Gewichtsreduktion sind z. Bsp. die Full Face Räder mit Hinterschnitt. Gegenüber herkömmlich gegossenen Rädern sind Gewichtseinsparungen bis zu 25% möglich.
Bei zweiteiligen Rädern wird die Radnabe als Träger der gewünschten stylistischen Effekte in geschmiedeter oder gegossener Form verwendet. Der Felgenring, der den Reifen trägt und einen Innensteg zur Befestigung der Radnabe aufweist, wird beispielsweise aus einer gegossenen Vorform gefertigt.
Alternativ kann auch ein drückgewalzter Felgenring eingesetzt werden, der aus einem Leichtmetall-
Blechstreifen gefertigt wurde. An diesen wird ein Spider angeschweißt, der durch Tiefziehen aus einer Ronde und Weiterbearbeitung durch Drücken und Drückwalzen im Hornbereich hergestellt wird.